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Ukraine - Tipps und optimale Reisezeit

Vieles hat die Ukraine, das flächenmäßig zweitgrößte Land Europas, zu bieten: wunderschöne, teilweise noch unberührte Naturlandschaften, attraktive Städte, die einen Hauch von Gestern versprühen und dennoch signalisieren - das Land ist im touristischen Aufbruch.

Die Karpaten - Berge im blauen Dunst

Alpinsportler - ob Bergsteiger, Tourengeher, Skifahrer oder Wanderer - werden von der Schönheit der Karpaten im Westen des Landes begeistert sein: Der höchste Gipfel, der Howeria, liegt auf 2061 Meter. Aber auch 50 markierte Radwege locken den aktiven Touristen. Wer es etwas gemütlicher bevorzugt, dem sei eine Fahrt mit der „Karpaten-Straßenbahn" empfohlen: Die aus der Habsburger Zeit stammende Schmalspur-Bahn führt in kleinen Waggons in die Karpaten. Anschließend erreichen Sie die bekannten Dowbusch-Felsen. Von hier aus eröffnet sich Ihnen ein überwältigender Blick auf die umliegenden Berge.

Der Dnister-Canon sollte bei einer Rundreise nicht fehlen: Der Fluss entspringt in den Waldkarpaten und schlängelt sich durchs ganze Land. Wenn man den Dnister befährt, eröffnet sich einem eine Welt voller Naturwunder, mit abschüssigen, felsigen Ufern, Höhlen, Grotten, Wasserfällen und kleine Inseln. Ein Besuch des Synewyr See darf auch nicht fehlen: Eingebettet in eine wunderschöne Landschaft rankt sich eine bezaubernde Legende um den See: Er sei als Symbol der Liebe zwischen dem Mädchen Syna zum Jungen Wir entstanden. Im Volksmund heißt es daher: „Diejenigen, die sich ihre Liebe an dieser Stelle gestehen, werden sich nie trennen".

Die karpatischen Skipisten werden Jahr um fahr von hunderttausenden Touristen gestürmt. Der berühmteste Skiort ist Bukovel: 60 Kilometer Skipisten in allen Schwierigkeitsgraden, von blauen bis zu schwarzen Pisten, moderne Skilifte und eine hervorragende Infrastruktur machen den Winterurlaub hier zum Vergnügen.

Skiort "Bukowel" in der Ukraine
Skiort "Bukowel"

Gaumenfreuden der besonderen Art findet man in den sogenannten „Kolybas": In den runden Holzbauten mit hohem, konusfömigem Dach fanden früher die Hirten Unterkunft. Heute kann man hier die Gerichte der nationalen Huzulenküche verkosten: hausgemachtes Geselchtes, Pilzsuppe, kleine huzulische Kohlrouladen und Brynsa, der in den Bergweiden zubereitete Schafskäse.

Neben Erholung in Harmonie mit der Natur bietet die Region einmalige Kurmöglichkeiten. Für seine Mineralwässer und balneologischen Kurorte ist die ganze Karpatenregion seit jeher bekannt. Die Heilkraft der Wässer der SPA-Kurorte in Truskawets, Morschyn, Schidnyzja und anderen Heilstätten werden für Behandlung und Vorbeugung der Herz-Kreislauf-Krankheiten, Verdauungsorgane, Nieren, Stoffwechsel, Stütz- und Bewegungsapparat, Haut- und andere Krankheiten empfohlen.

Lviv - die Stadt des Goldenen Löwen

Lemberg in Galizien
Lviv (Lemberg) - eine Perle von Galizien

Eintauchen in die Welt von Gestern: Lange Zeit gehörte Galizien zur österreichisch-ungarischen Monarchie. Diese Epoche hat die Region kulturhistorisch geprägt. Lviv (Lemberg) ist längst UNESCO-Weltkulturerbe und die zahlreichen Schlösser, die sich in näherer Umgebung der Stadt befinden haben allemal einen Besuch verdient. Die Olesskyj-, Solotschiwskyj- und Pidhorezkyj-Schlösser lassen einem die wechselvolle Geschichte des Landes nachempfinden.

Stadtpanorama von Lviv
Stadtpanorama von Lviv

Die Kulturhauptstadt der Ukraine - Lviv - ist unter ukrainischen, russischen und polnischen Reisenden sehr populär. Die vielfältige Kultur, die beeindruckende Architektur schaffen einen eigene Atmosphäre. Indem man durch die gemütlichen Straßen und Stadtviertel bummelt, führt das Kaffeearoma Sie unbedingt in eines der Lviver Kaffeehäuser. Die Lviver sagen: "Alles beginnt mit Kaffee - der Morgen, die Geschäfte, die Liebe..." Die Tradition, Kaffee zu trinken, reicht in das 17. Jahrhundert zurück, in die Zeit der 2. Wiener Türkenbelagerung: Die dankbaren Wiener gaben dem Ukrainer Jurij Kultschyzkyj, der zur Befreiung Wiens 1683 beigetragen hatte, die Säcke mit unbekannten Bohnen, die sie von den Türken erbeutet hatten, als Belohnung mit. Später eröffnete der Ehrenbürger Wiens das erste Kaffeehaus. Heute können Sie das Kultschyzkyj-Getränk auf Lviver Art in den einzigartigen Lviver Kaffeehäusern und Konditoreien genießen: "Unter der blauen Flasche", "Kerosin-Lampe" "Goldener Dukat" "Kaffeewelt", "Masoch-Cafe", "Kryjiwka" "Linkes Ufer" u. a.

Swirskyj-Schloss
Swirskyj-Schloss

Multikulturelles Odessa

Nachdem Sie die Kulturhauptstadt der Ukraine besucht haben, ist auch ein Besuch der Humorhauptstadt besonders anzuraten. Diese Hafenstadt im Süden der Ukraine hat zur Zeit ihrer Gründung und des Ausbaus vor 200 Jahren unternehmerische und lebensfröhliche Menschen aus aller Herren Ländern versammelt: Ukrainer, Russen, Franzosen, Engländer, Juden, Moldauer, Griechen, Bulgaren und viele andere. Sie hat die Charakterzüge aller Nationalitäten aufgenommen und ihren eigenen Charakter gebildet. Wundern Sie sich nicht, wenn als Antwort auf Ihre Frage an Bewohner von Odessa eine Gegenfrage gestellt wird: Sie sind in Odessa, und hier gelten andere Dialogregeln!

Staatsoper in Odessa
Staatsoper in Odessa

Die Vorliebe der Odessaer für Witze ist bekannt. Unter dem Motto „Odessaer! Wollen wir alle Städte der Welt im Humor überflügeln" beginnt schon seit 30 Jahren am 1. April der Humorfest "Humoryna". Im Odessaer Skulpturgarten wird jedes Jahr eine neue witzige Komposition enthüllt - das Denkmal für weltbekannte Figur der Odessaer Witzgeschichten Rabinowytsch, "Dem künftigen Genie von Odessa", "Der Mutter Odessa" und andere. Die Vielfalt in und rund um Odessa ist bestechend: Der Besuch des Nationalen Opern- und Ballett-Theaters ist empfehlenswert, die berühmte Potjomkintreppe, die das Stadtzentrum mit dem Seehafen verbindet, sollte unbedingt erklommen werden, ein Abstieg in die Katakomben der Stadt ist äußerst lohnend. Im Dorf Nerubajske befindet sich das sehenswerte Museum des Partisanenruhmes. Die Burg von Akerman aus dem 12. - 15. Jahrhundert sowie Ausgrabungen der altertümlichen Städten Tira und Nikonija beeindrucken ebenso wie die Denkmäler der sakralen Architektur in Odessa, Ismajil, Bilhorod-Dnistrowskyj, Bolhrad und Kilija.

Diese Region ist auch für ihre Natur- und Heilbäder bekannt, insbesondere für Schlammbäder und Heilkräuter der Limane von Kujalnyk, Budak und Tyligul. Neben traditioneller Erholung an der Meeresküste von Odessa, gibt es hier auch hervorragende Möglichkeiten für Yachtsport, Diving, Kiting und Windsurfing.

Krim - Meerestor der Ukraine

Fast in der Mitte zwischen Nordpol und Äquator wird die Halbinsel Krim vom Schwarzen und dem Asowschen Meer umspült. Dieser geografischen Lage verdankt die Region das Mittelmeerklima, die Zahl der Sonnentage beziffert sich hier auf 300.

An der Kreuzung zwischen Ost und West situiert, an der Nahtstelle der Geschichte von Byzanz und der Goldenen Horde, der ersten christlichen Kirchen und Moscheen, blickt die Krim auf eine überaus reiche Geschichte zurück. Sie war ein strategischer Ort an der Großen Seidenstraße, über mehr als drei Jahrhunderte lang war sie ein Teil des Osmanischen Reiches, und 1945 wurden hier im ehemaligen Zarenpalast in Liwadija die Teilnehmer der berühmten Jalta-Konferenz empfangen. Weitere interessante Orte auf den touristischen Routen sind die Ruinen Chersones in Sewastopol, byzantinische Burgen im Tal von Aluschta, Genua-Burgen neben Sudak und Balaklawa, der Voronzovkyj, Alupkinskyj, Livadijskyj, Massandriwskyj Paläste-Museen, Schloss "Schwalbennest", das auf dem abschüssigen Felsen steht.

Meeresküste der Krim
Meeresküste der Krim

Beeindruckend ist die Vielfalt der Landschaften um den Vulkan Karadag (Schwarzer Berg), der 150 bis 170 Millionen Jahre alt ist. Ein weiteres Naturwunder auf der Krim ist der Berg Demerji, der im Laufe des Tages ständig seine Farbe ändert. Bekannt ist die Krim auch für ihre rund 900 Höhlen. Am Fuße des Aju-Dag (Bär-Berg) an der Schwarzmeerküste befindet sich das weltbekannte Kindererholungslager „Artek" Gegründet 1925, erstreckt sich sein Gelände auf einer 208 Hektar großen Fläche und kann gleichzeitig 3000 Kinder aufnehmen. Seit seiner Gründung vor 80 Jahren haben sich in Artek 1,5 Millionen Kinder aus 130 Ländern der Welt erholt.

Kyiv - die Stadt der Heiligtümer

Mychailiwsky Kathedrale
Goldene Kuppeln der Mychailiwsky Kathedrale

Gelegen auf beiden Ufern des Dnipro - des drittgrößten Flusses Europas - beeindruckt Kyiv durch die Anzahl der Kirchen, die mit ihren Kuppeln auf den Hängen glitzern. Das berühmte Höhlenkloster (Kyiv-Petschersk Lawra) ist zum geistlichen Zentrum der Ukraine geworden, und für die Orthodoxen ist es der zweitwichtigste Ort für religiöse Pilgerfahrten - nach Jerusalem. Das Höhlenkloster empfängt zahlreiche Pilger, die die Höhlen besuchen, um hier zu beten und jenes Wunder zu besichtigen, das bis heute von der Wissenschaft nicht erklärt werden kann: Die Leichen von 123 Heiligen sind über die Jahrhunderte ohne jegliche Balsamierung frei von jeder Verwesungsspur. Als Wunder betrachtet man auch die Erhaltung der altertümlichen Ikonen und antiken Fresken an den Wänden der Höhlenlabyrinthe. Nicht weniger interessant ist auch das Denkmal der ukrainischen Architektur und monumentalen Malerei aus dem 11. bis 18. Jahrhundert, die Sophienkathedrale. Während eines Besuchs in Kyiv wird man keinen Bogen ums Goldene Tor machen - die Haupteinfahrt in die altertümliche Stadt, das legendenumwobene Chimären-Haus, das vom Architekten V. Horodezkyj entworfen wurde, die Andrijiwer Kirche, die von Kaiserin Elisabeth Petrowna aus Dankbarkeit dafür, dass ihr das Schicksal den Jungen Oleksa Rosum geschenkt hat, gestiftet wurde, das Museum für Volksarchitektur und Lebensweise der Ukraine in Pyrohiw sowie um den Hauptplatz des Landes - Majdan Nezaleschnosti (Platz der Unabhängigkeit).

Chimären-Haus
Chimären-Haus in Kyiv

Die beste Reisezeit für die Ukraine

Die optimale Reisezeit für einen Besuch in der Ukraine hängt natürlich von den individuellen Vorlieben oder die geplanten Aktivitäten ab. In der Ukraine herrscht ein gemäßigtes kontinentales Klima und in Krim Mittelmeerklima. Die Sommer ist für gewöhnlich sehr heiss. Die beste Reisezeit für die Reise nach Ukraine ist der Frühling (Ende April bis Anfang Juni), wenn der kalte Winter zuende gegangen ist und die Kastanienbäume beginnen zu blühen. In Frühling kann man schon in den Karparten und den Krimbergen wandern, Cafés sind wieder geöffnet und ausserdem sind die orthodoxen Rituale rund um Ostern sehr beeindruckend. Im Winter kann man in ukrainischen Karparten gut skifahren.