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Das Traumziel Südafrika gesund bereisen

Auch in diesem Winter wird es wieder viele Urlauber nach Südafrika in den dortigen Sommer ziehen. Bietet das Land doch viel für die unterschiedlichen Geschmäcker. Weinfreunde kommen ebenso auf ihre Kosten wie Golfer und natürlich Natur- und Tierliebhaber, die von einer Safari zu den „Big Five“ träumen. Werden von den Reisenden grundlegende Sicherheitshinweise beachtet, kann Südafrika als ziemlich sicheres Reiseland betrachtet werden.

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes in Berlin beachten

Aktuell mit Stand September 2018 liegen vom Außenministerium keine spezifischen Reise- und Sicherheitswarnungen für das Land vor. Es gibt jedoch allgemeine Sicherheitshinweise, die auch für die Nachbarländer Namibia, Lesotho und Sambia im Grundsatz gelten. Generell wird für alle Reiseländer empfohlen, tagesaktuelle Hinweise und Warnungen zur Sicherheit und Gesundheit auf der Webseite des Auswärtigen Amtes in Berlin abzurufen. Pflichtimpfungen sind für Südafrika bei der direkten Einreise aus Deutschland nicht vorgeschrieben. Sind Zwischenaufenthalte in anderen afrikanischen Ländern geplant, kann bei der Einreise nach Südafrika der Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt werden. Hier gilt es sich vorab zu informieren. Aus reisemedizinischer Sicht sollte folgenden übertragbaren Infektionskrankheiten bei Reisen in das südliche Afrika besondere Aufmerksamkeit geschenkt und gegebenenfalls geeignete Vorsorgemaßnahmen durchgeführt werden:

  • Malaria

    Malaria ist in tropischen Ländern leider immer noch präsent. So auch in Teilen Südafrikas, besonders in den nördlichen Landesteilen mit den touristischen Highlights Krüger-, Tembe- und Ndumu- Nationalpark sowie den Waterbergen. Deshalb sollten bei Reisen in diese Gegenden die Hinweise des Centrums für Reisemedizin und des Auswärtigen Amtes beachtet werden. Eine medikamentöse Malariaprophylaxe ist in Betracht zu ziehen und auf Mücken abweisende Kleidung sowie nächtlicher Mückenschutz ist zu achten. Grundsätzlich gilt, dass die Malariagefahr im südafrikanischen Sommer, also unserem Winter, deutlich ansteigt. In diesem Jahr ist es in den genannten Gebieten bereits zu vielen Malariafällen gekommen.

  • HIV/AIDS

    Südafrika hat ein riesiges HIV/AIDS Problem. In einigen Landesteilen sind bis zu 20% der erwachsenen Bevölkerung mit HIV infiziert. Besondere Vorsicht ist daher bei Sexualkontakten, Kontakten mit Blut, auch in offenen Wunden und bei Drogenmissbrauch geboten. Diese Empfehlungen sind nicht spezifisch für Südafrika, sondern gelten grundsätzlich in allen Ländern. Sie haben für Südafrika wegen der hohen Durchseuchung der Bevölkerung mit HIV/AIDS aber eine herausragende Bedeutung.

  • Cholera

    Derzeit hat Südafrika kein Cholera-Problem. Die Gefahr ist aber immer latent vorhanden, wenn es zu Problemen bei der Bereitstellung von sauberem Trinkwasser kommt. Daher wird grundsätzlich empfohlen, immer Flaschenwasser, nie jedoch Leitungswasser zu trinken. Eine Cholera-Impfung sollte bei längeren Aufenthalten unter hygienisch problematischen Bedingungen in Erwägung gezogen werden.

    Nicht jeder Durchfall ist Cholera. Der übliche Reisedurchfall, auch als Montezuma’s Rache bezeichnet, hat andere bakterielle Ursachen. Um solche Darmprobleme zu vermeiden ist die alte Reiseregel „peel it, cook it or leave it“ immer noch der beste Schutz. Das gilt selbstverständlich auch für die Vorbeugung von Cholera.

  • Bilharziose

    Die Bilharziose ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch einen nur in den Tropen vorkommenden Saugwurm namens Schistosoma übertragen wird. Dieser Wurm verbringt große Teile seines Lebens als Larve im Süßwasser, in das die Wurmeier in der Regel durch fäkale Verunreinigungen von Mensch und Tier gelangt sind. Trifft dort ein bestimmtes Larvenstadium der Würmer auf badende Menschen, durchbohren sie die Haut und setzen im Blut und inneren Organen ihre Entwicklung zum fertigen Wurm fort. Die mit der Infektion verbundene Erkrankung, sie wird Bilharziose oder Schistosomiasis genannt, nimmt im Menschen unterschiedlich schwere Verläufe. Im schlimmsten Fall kann sie tödlich enden.

    Der beste und sicherste Schutz vor Bilharziose ist auf Baden und Waten in tropischen Flüssen, Seen und Teichen zu verzichten.

  • Tollwut

    Das deutsche Centrum für Reisemedizin warnt vor Tollwut in Südafrika. In diesem Jahr sei es schon zu einigen Todesfällen durch Tollwut nach Hundebissen gekommen. Wirksamer Schutz vor der von Viren übertragenen Tollwut bietet eine Impfung vor Reiseantritt. Ist das nicht erfolgt, muss nach einem Hundebiss sofort ein Arzt aufgesucht werden, da nur eine schnell durchgeführte „Notimpfung“ den Ausbruch der in der Regel tödlichen Erkrankung verhindern kann. Andere therapeutische Möglichkeiten gibt es nicht.

  • Hepatitis

    Bei allen Reisen in südliche Länder ist Vorsicht vor infektiösen Leberentzündungen (Hepatitis) geboten. Das gilt auch für das südliche Afrika. Verschiedene Hepatitis-Viren (A, B, C, D und E) können eine infektiöse Hepatitis auslösen. Gegen Hepatitis A und B kann man sich vor Reiseantritt impfen lassen. Weiteren Schutz vor allen Virus-Hepatitiden bieten Hygienemaßnahmen, die sich an den Übertragungswegen der Viren orientieren. Hepatitis A und E werden durch kontaminierte Lebensmittel und verunreinigtes Trinkwasser übertragen. Zur Vorbeugung wird eine gründliche Händedesinfektion und die konsequente Anwendung des Prinzips „peel it, cook it or leave it“ empfohlen. Zumal 2018 ein Ausbruch von Hepatitis E in Namibia zu verzeichnen ist.

    Hepatitis B und C werden durch Blut und ungeschützte Geschlechtskontakte übertragen. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sind auch im Hinblick auf HIV/AIDS dringend angeraten.

Impfpass checken und Impflücken schließen

Neben den typischen Tropenkrankheiten lauern bei Reisen in subtropische und tropische Reiseländer wie Südafrika mit seinen Nachbarländern weitere gesundheitliche Risiken, gegen die man sich schützen kann und sollte. Dies geschieht am besten, wenn der Impfpass überprüft wird und eventuell bestehende Impflücken vor der Reise geschlossen werden. Gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollte bei Erwachsenen Standardimpfschutz bestehen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Mumps Masern Röteln (MMR), Grippe und Pneumokokken. Schutz gegen Hepatitis A und B werden als spezielle Reiseimpfungen empfohlen. Ganz aktuell kommt wie beschrieben Tollwut noch hinzu. Der beste Impfschutz für mitreisende Kinder sollte durch eine reisemedizinische Beratung ermittelt werden. Einige Reise- und Tropenmediziner bieten diese auch online an.

Fazit:

Südafrika ist aus reisemedizinischer Sicht ein recht sicheres Reiseland. Bei Reisen im südafrikanischen Sommer besteht in einigen Landesteilen ein erhöhtes Infektionsrisiko mit Malaria. Bei Kontakt mit Hunden ist an Tollwut zu denken. Generell wird empfohlen, die Informationsangebote des Auswärtigen Amtes, des Centrums für Reisemedizin und des Robert-Koch-Institutes vor Reiseantritt zu nutzen, die faktenorientiert aktuelle Informationen bieten.

Hinweis, Haftungsausschluss und weiterführende Links:

Dieser Artikel soll sensibilisieren für gesundheitliche Gefahren in Reiseländern. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann keine reisemedizinische Beratung ersetzen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden.

CRM Centrum für Reisemedizin: https://www.crm.de/

Auswärtiges Amt: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit

Robert Koch Institut: http://www.rki.de