style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-2207504467467474"
data-ad-slot="3556382906"
data-ad-format="auto">

Urlaub in der Karibik genießen und Risiken beachten

Die großen Antillen in der Karibik gehören mit zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Dies liegt in hohem Maße an den touristisch gut entwickelten Ländern wie die Dominikanische Republik auf der Insel Hispaniola, Puerto Rico (Teil der USA), Kuba und Jamaika, die gleichermaßen angenehmes Klima, Meer und Strand sowie Lebensart und Kultur zu bieten haben. Nach der jährlichen Hurrikan-Saison machen sich Tausende Touristen auf, um die Schönheiten der Inseln bei angenehmem Klima zu genießen. Wegen hoher Kriminalität in einigen Hotspots und Touristenzentren wird empfohlen, sich vor Reiseantritt mit landespezifischen Sicherheitshinweisen vertraut zu machen. Aktuelle Informationen dazu und auch konkrete Reisewarnungen stellt das Auswärtige Amt auf seiner Homepage zur Verfügung, so auch zu Ciguatera.

Ciguatera, eine Fischvergiftung der besonderen Art

Bei Ciguatera handelt es sich um keine Infektionskrankheit, sondern um eine Art Fischvergiftung mit dem Nervengift Ciguatoxin. Zu der Vergiftung kommt es, wenn an sich ungiftige Speisefische wie Red Snapper, Makrele, Zackenbarsch und andere, in größeren Mengen giftige Algen aufgenommen haben. Diese giftigen Algen sind in allen tropischen Meeren anzutreffen und so auch in der Karibik in einzelnen Lagunen. Der beste Schutz vor einer Vergiftung ist entweder keinen Fisch zu essen oder aufmerksam lokale Warnungen zu verfolgen und die Fischer zu fragen. Diese kennen ganz genau die Lagunen, aus denen man besser keinen Fisch isst. Treten nach dem Verzehr von belastetem Fisch typische Vergiftungssymptome wie Hautausschlag, taube Lippen und Mundschleimhaut sowie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Eine spezifische Therapie gegen Ciguatera gibt es nicht.

Gesundheitshinweise des Auswärtigen Amtes in Berlin beachten

Eine Reise in die Karibik sollte auch aus gesundheitlicher Sicht gut vorbereitet sein, geht sie doch in subtropische Regionen. Den damit verbundenen Gesundheitsrisiken kann durch Vorsicht, Prophylaxe und Impfung vorgebeugt werden. Hinweise und Empfehlungen zu gesundheitlichen Risiken bieten neben der Seite des Auswärtigen Amtes, die spezialisierten Homepages des Centrums für Reisemedizin und des Robert-Koch-Institutes. In der Karibik ist besonders auf Infektionskrankheiten zu achten, die durch Mücken übertragen werden. Es ist daher ratsam, Expositionsprophylaxe gegen Mückenstiche zu betreiben und körperbedeckende helle Kleidung zu tragen sowie ungeschützte Hautbereiche mit Insektenschutzmitteln (Repellents) zu schützen.

  • Zika-Virus

    Infektionen mit Zika-Viren sind auf den großen Antillen ein zunehmendes Problem. Sie wird durch die tagaktiven Aedes Mücken übertragen. Diese Mücke kann auch Gelbfieber- (daher ihr deutscher Name Gelbfieber-Mücke), Dengue- und Chikungunya-Viren übertragen. Eine Infektion mit Zika ist tückisch, da sie bei Schwangeren zu irreversiblen Hirnschädigungen des ungeborenen Säuglings führen kann. Entsprechend der Gefährlichkeit der Infektion für das ungeborene Leben, wird Schwangeren und Frauen mit Kindeswunsch abgeraten, gefährdete Regionen zu bereisen. Die großen Antillen gehören dazu. Eine Impfung oder medikamentöse Prophylaxe gegen Zika gibt es nicht und wird es in naher Zukunft auch nicht geben. Der einzig wirksame Infektionsschutz besteht in einer wirksamen Expositionsprophylaxe tagsüber. Aktuelle Informationen zum Zika-Virus finden Interessierte auf den Seiten der WHO und des Robert-Koch-Institutes.

  • Dengue-Fieber

    Das Dengue Fieber ist weltweit in den Tropen und Subtropen verbreitet. So auch in der Karibik. Es ist eine Virus-Infektion, die durch tagaktive Aedes aegypti Stechmücken übertragen wird. Gegen das Dengue-Fieber gibt es derzeit weder eine Impfung noch spezifische Therapien. Den einzig wirksamen Schutz bieten Repellents und Mücken abweisende Kleidung, also mindestens lange Hose und langärmlige Hemden. Da die Mücken tagaktiv sind, ist auch tagsüber immer an einen ausreichenden Mückenschutz zu denken.

  • Chikungunya-Fieber

    Vieles was für das Dengue-Fieber gilt, trifft auch auf das Chikungunya-Fieber zu. Auch hierbei handelt es sich um eine Virus-Infektion, die durch tagaktive Stechmücken wie Aedes aegypti übertragen wird. Auch gegen das Chikungunya-Virus gibt es weder eine Impfung noch eine spezifische Therapie. Es bleibt also nur der aktive Schutz gegen Mückenstiche mit Repellents und Mücken abweisender Kleidung.

  • Malaria

    Kuba ist Malaria frei. Auf den anderen Inseln besteht ein geringes Risiko. Nächtliche Expositionsprophylaxe mit einem Moskitonetz reduziert das Infektionsrisiko noch weiter. Eine generelle medikamentöse Malariaprophylaxe wird von Reisemedizinern nicht empfohlen. Im Einzelfall sollte eine reisemedizinische Beratung eingeholt werden.

  • Durchfall und Cholera

    Durchfallerkrankungen können auf allen Inseln der Karibik auftreten, sind jedoch durch einschlägige Hygiene und Vorsichtsmaßnahmen vermeidbar. Daher wird grundsätzlich empfohlen, immer Flaschenwasser, nie jedoch Leitungswasser zu trinken und die Reiseregel „peel it, cook it or leave it“ ebenso wie Handhygiene konsequent anzuwenden. Auf Kuba und der Dominikanischen Republik, dort wegen der Nachbarschaft zu Haiti, kann es vereinzelt zu Cholera kommen. Gegen Cholera kann mit einer Schluckimpfung geimpft werden. Welche Personen dafür in Frage kommen, wird durch eine reisemedizinische Beratung geklärt.

  • HIV/AIDS

    HIV/AIDS ist bei Risikogruppen ein großes Problem. Besondere Vorsicht ist daher bei Sexualkontakten, Kontakten mit Blut, auch in offenen Wunden und bei Drogenmissbrauch geboten. Diese Empfehlungen sind nicht spezifisch für einzelne Reiseländer, sondern gelten grundsätzlich.

  • Leptospirose

    Die Leptospirose ist eine bakterielle Infektion, die durch Kot von Nagetieren übertragen wird. Für Kulturtouristen besteht in der Regel eine geringe Infektionsgefahr. Im Einzelfall kann nach Beratung durch einen Reisemediziner eine antibiotische Prophylaxe in Erwägung gezogen werden.

  • Tollwut

    Auf Kuba und in der Dominikanischen Republik treten immer wieder vereinzelte Fälle von Tollwut auf, die durch Hunde, Katzen und Fledermäuse übertragen werden kann. In Abhängigkeit von der Art der geplanten Reise kann eine Impfung gegen Tollwut vor Reiseantritt sinnvoll sein. Ungeimpfte Personen müssen nach einem Biss sofort ein Arzt aufsuchen, da nur eine schnell durchgeführte „Notimpfung“ den Ausbruch der in der Regel tödlichen Erkrankung verhindern kann. Andere therapeutische Möglichkeiten gibt es nicht.

Neben den typischen übertragbaren Krankheiten lauern in der Karibik noch weitere gesundheitliche Risiken, gegen die man sich schützen kann und sollte. Dies geschieht am besten, wenn der Impfpass überprüft wird und eventuell bestehende Impflücken vor der Reise geschlossen werden. Pflichtimpfungen bei direkter Einreise aus Deutschland auf die Inselgruppe bestehen nicht.

Impfpass checken und Impflücken schließen

Gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollte bei Erwachsenen Standardimpfschutz bestehen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, eventuell auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als spezielle Reiseimpfungen wird Schutz gegen Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut und Cholera empfohlen. Der beste Impfschutz für mitreisende Kinder sollte durch eine reisemedizinische Beratung ermittelt werden. Einige Reise- und Tropenmediziner bieten diese auch online an. Teil der Reiseberatung kann dann auch die Frage sein, welcher Impfschutz in Abhängigkeit von der Art der Reise zu empfehlen ist. So ist für einen Kreuzfahrttouristen von einem anderen Impfschutz auszugehen als für Backpacker mit intensiverem Kontakt zu Land, Leuten und Tieren. Für Kreuzfahrttouristen stellen die Gesundheitshinweise der Reiseanbieter hilfreiche Informationen dar.

Fazit:

Reisen in die Karibik sind aus reisemedizinischer Sicht wenig problematisch. Gegen übertragbare Infektionen durch Stechmücken ist eine Expositionsprophylaxe empfehlenswert. Generell wird empfohlen, die Informationsangebote des Auswärtigen Amtes, des Centrums für Reisemedizin und des Robert-Koch-Institutes vor Reiseantritt zu nutzen.

Hinweis, Haftungsausschluss und weiterführende Links:

Dieser Artikel soll sensibilisieren für gesundheitliche Gefahren in Reiseländern. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann keine reisemedizinische Beratung ersetzen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden.

CRM Centrum für Reisemedizin: https://www.crm.de/

Auswärtiges Amt: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit

Robert Koch Institut: http://www.rki.de

WHO – Welt Gesundheitsorganisation http://www.who.int/emergencies/zika-virus/en/